Mein schönes Havelland
 

Landpartie am 27. August 2017

 

     rund um den Hohennauener See


      

an diesem WE hatten wir uns folgendes Ziel gesetzt:

Von Falkensee nach Ferchesar, weiter nach Semlin, über Wassersuppe nach Rhinow.

Von Rhinow nach Stölln zum Gollenberg, weiter nach Großderschau und dort Besuch der Straußenfarm - zurück nach Falkensee.

Uns interessierten mehr die Ortsmittelpunkte mit ihren kleinen ländlichen Kirchen, den hübchen Bauernhäusern und den gemütlichen Landgaststätten.

 

Ferchesar

"Einfahrt" in das Örtchen

ehemalige Scheue zu Wohnhäusern umgebaut

Dorfstraße führt rund um die Kirche

Spritzenhaus

zum Gedenken der Gefallenen im 2. Weltkrieg

Barocke Fachwerkkirche - die Kirche wird ab 2018 saniert

Bauzeit 1735 - 1737

Ferchesar gehört zur Gemeinde Stechow-Ferchesar, Amt Nennhausen. Ferchesar mit einer Flächenausdehnung von 51 km² liegt am Hohennauener-Ferchesaer See, inmitten des Landschaftsschutzgebietes.

Ferchesar wurde erstmals 1438 erwähnt.

Die Schriftstellerin Ilse von Bredow wurde in Ferchesar geboren und wuchs im Forsthaus der Familie Bredow auf (1922-2014). "Kartoffeln mit Stippe" - ein Buch über ihre Kindheitserinnerungen


Semlin 


 

 

Semlin - Ortsdurchfahrt

kurzes Movie (Originalton)



Kirche auf dem Friedhof in Semlin

zwischen 1730 und 1732 aus verputztem Ziegelfachwerk gebaut

klick das Bild an zur Vergrößerung

Eingebettet in eine idyllische Landschaft lädt Semlin Natur- und Wasserfreunde zum Verweilen ein. Semlin wurde 1441 erstmals urkundlich erwähnt. Das slawische Word für Erde, "Zemlja, lässt vermuten, dass hier schon in sumpfiger Vorzeit Ackerbau möglich war. 

Semlin wird auch als Mekka des Segelsports im Westhavelland bezeichnet. Die noch unberührte Natur  mit ihren Wiesen, Feldern und Wäldern läßt sich erwandern oder per Rad erkunden.

von dieser Bank hat man einen wunderbaren Blick auf den See.

In Semlin leben ca. 500 Einwhner auf einer Fläche von 10 km². Semlin ist ein Ortsteil von Rathenow im Landkreis Havelland.

Semlin liegt im südlichen Teil von Deutschlands erstem, 2014 offiziell anerkannten Sternenpark und gehört damit nachts zu den lichtärmsten Orten Europas. 



Hafen für Segler im Hintergrund

Hafen für Motorboote

der Kahn hat einen" eigenen Hafen"

 im Hintergrund die Fischerhütte, in der wir gebratenen Havelzander gegessen haben (köstlich)


 Wassersuppe

dieses Ortsschild wird gerne fotografiert...

auf dem Weg nach Wassersuppe... vorbei an weiten Feldern und dichten Kiefernwälder


Foto  Aug 2017

Kirche in Wassersuppe - die gestutzten Tannen werfen ein trauriges Licht auf das Gotteshaus

  Kirche mit Fachwerktürmchen

 Die Kirche, erbaut 1776, ist Fachwerkbau in Saalform, mit Fachwerktürmchen und mit barocken Rundbogen-fenstern. 

Wassersuppe, eine kleine Gemeinde mit 100 Einwohnern liegt am nördlichen Ufer des Hohennauener-Ferchesarer Sees. Der Ort ist ein sogen. Sackgassendorf, erstmalig 1441 urkundlich erwähnt.  Wassersuppe hat zwar nicht viel zu bieten, aber dafür ein sehr schönes Strandbad.

Der Ort gehört zur Gemeinde Seeblick, zu erreichen von Berlin/Falkensee aus über die Bundesstraße B5 / B188.  

In der Nähe liegen die Gemeinden Kotzen und Ohnewitz.

Im Havelland existieren Orte mit kuriosen Ortsnamen 


Rhinow

ja, das ist doch mal eine wirklich gute Sache... wir schauen uns die sanierten Häuser rund um die Kirche an...

eine wechselvolle Geschichte

Rhinow ist eine Stadt im Landkreis Havelland und ist Verwaltungssitz des Amtes Rhinow, mit 1625 Einwohner.

Der Ort liegt südlich des Rhinluchs am Fuße der 110 m hohen Rhinower Berge, der Rhin durchfließt das Stadtgebiet.

  • aus einer slawischen Burg (1200) entwickelte sich eine deutsche Ansiedlung
  • erste urkundliche Erwähnung 1216 als "Rhinowe"
  • 1333 erstmals als Stadt bezeichnet
  • bis 1376 gehörte Rhinow und das Ländchen gleichen Namens dem Grafen von Lindow-Ruppin.
  • 1386 kam Rhinow in den Besitz des Bischofs von Brandenburg, der es verpfändete 
  • 1441 gehörte Rhinow 500 Jahre lang der Familie von der Hagen.
  • 1631 zogen die Schweden durch
  • 1636 plünderten schwedische Truppen den Ort und steckten ihn in Brand. Nach dem 30jährigen Krieg übernahme die Familie von der Hagen weitere Höfe...

sanierte Häuser rund um die Kirche...


 

sehr schöne und motivreiche Kunstschmiedearbeit

Foto Aug. 2017



Evangelische Stadtkirche in Rhinow, die wahrscheinlich aus dem 13. Jh. stammt. Zwischen 1734 und 1735 umfangreich umgebaut. Der Kanzelaltar soll auch aus dieser Zeit stammen




Großderschau

ist eine Gemeinde im Landkreis Havelland. 437 Einwohner werden vom Amt Rhinow verwaltet.

Der Ort Großderschau liegt inmitten des Naturparks Westhavelland, einem Gebiet das seit 1976 von der UNESCO zum "Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung" anerkannt wurde. Der Naturpark mit einer Fläche von 1315 km² ist das größte brandenburgische Schutzgebiet. 

 die Kirche steht gegenüber dem Kolonistendorf


Kolonistenkirche wurde 1785 erbaut, nachdem die Entwässerungsarbeiten abgeschlossen waren. Der einfach gestaltete Innenraum fasst 700 Sitzplätze. 

Es ist die einzige Kirche, die der König für die vielen Kolonisten erbauen ließ.

Die Kirche wird heute auch für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen genutzt.

 


1718 begann Friedrich Wilhelm I. mit der Urbarmachung im Havel-Rhin-Luch. Kolonisten siedelten sich an, vornehmlich aus Osteuropa.

Auf dem Freigelände des Kolonistendorfes in Großderschau wird sehr anschaulich und nacherlebbar das schwere dörfliche 

Leben der Kolonisten gezeigt.

Der Verein "Initiative Begegnungszentrum Großderschau e.V."  hält das "Kolonistendorf" am Leben. Im Museum erhält man Einblicke in die Urbachmachung des Rhin-Luchs und das Leben der Kolonisten.

 

Straußenfarm in Großderschau





was guckst du so...

    

kurzes Video


  Straußenweibchen

Die Straußenfarm haben wir schon mehrmals besucht und hofften auch in diesem Jahr auf eine Führung auf der Farm - vergeblich.

Am Eingang zur Farm wurden uns zwei Hennen gezeigt. In 2017 blieb der Nachwuchs bis auf zwei Kücken aus, woran das gelegen hat, konnte uns der Besitzer auch nicht erklären. Somit gab es auch keine Schlachttiere... Übrigens schmeckt die fettarme Wurst aus Straußenfleisch sehr gut. Ein Straußenei wiegt ca 1,2 -1,9 kg. Wir haben das Straußenei mit einem Handbohrer geöffnet und den Inhalt , fast 1,2 Liter Eimasse, mühsam rausgeschüttelt. Eine Woche lang Rührei gegessen. Das leere Ei wird wie eine Vase verwendet... MAL WAS ANDERES


Der "Lady Agnes"  (IL 62) in Stölln haben wir auch noch einen Besuch abgestattet und sind danach zurück nach Falkensee "gedüst"

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