Mein schönes Havelland
 

Landgut Stober

                      in Groß Behnitz

 

Mit dem Landgut Stober (ehemals Landgut A. Borsig) in Groß Behnitz (bei Nauen) ist ein bezauberndes Ausflugsziel entstanden, mit einem der schönsten Landschaftsparks im Havelland.


In einem Auszug aus der Regionalpresse BRAWO am 27.12.2015 heißt es: " Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes im Rechtsstreit um die Namensrechte des Landgut A .Borsig darf Inhaber Michael Stober die Namen A. Borsig und Borsig nicht mehr nutzen..."

Für uns (Männe und ich) wird es wohl immer das Landgut A. Borsig bleiben. Mit enormen Aufwand wurde das Landgut vor dem Verfall gerettet und die Gebäude, zumindest außen, originalgetreu restauriert. Die gerichtliche Entscheidung ist für uns unverständlich...

  Das Landgut hat eine sehr bewegte Geschichte:

Dorfstraße - aus Richtung Nauen kommen (L91)

Dorfstraße - Richtung Behnitz Vorwerk - führt aus dem Ort heraus

  • um 1800 baut Graf Peter von Itzenplitz, Landrat des Havelländischen Kreises, das Herrenhaus
  • 1886 verkauft der Enkel von Graf Peter von Itzenplitz den Gutshof mit Schloss wegen Misswirtschaft und Verschuldung an den erfolgreichen Maschinenbauer und Lokomotivenhersteller Albert Borsig aus Berlin. 

  • Die Familie Borsig baut Gutshof und Schloss zu einem landwirtschaftlichen Nutzbetrieb um.
  • 1869 baut die Familie Borsig ein eigenes Bahnhofsgebäude, sie errichtgen eine Schule und Kindergarten, restaurieren die Dorfkirche und pflastern die Dorfstraße. Sie forsten die Wälder auf und erweitern den Gutspark.
  • Ernst von Borsig übernahm 1933 das Gut von seinem Vater und führte es bis 1945 weiter

auf dem Friedhof gegenüber dem Landgut befindet sich die Kirche mit der Grabanlage der Familie Borsig

Die Grabanlage muss höchstwahrscheinlich saniert werden - der Zahn derzeit nagt am Gemäuer...

Grabplatten der Familie Borsig

Kirche auf dem Friedhof

"FRIEDE SEI MIT DIR" - Portal über dem Eingang zur Kirche

Pavillon vor den Grabplatten der Borsigs

 

Das Landgut - Eingang

 

 

Eingang zum Landgut durch das Oranienburger Tor - Blick in die Dorfstraße Ri. Nauen 

 

Die Figuren auf dem Tor symbolisieren den Geist der Zeit im 19. Jh. Der Unternehmer Albert Borsig kaufte das Oranienburger Tor 1867,

da dieses in Berlin aus städtebaulichen Gründen abgerissen werden musste

Blick auf das Tor und die Dorfstraße

Das Landgut - Gebäude

Blick auf das Ensemble vom Park  - das gesamte Ensemble wird nach und nach detailgetreu restauriert - die Arbeiten dauern noch an... 

das Ensemble vom gegenüberliegenden Ufer des Groß Behnitzer Sees gesehen

Seeterrassen - Eingang hofseitig

die ehemalige Scheune wurde 2010 restauriert und beherbergt heute den Infopoint und ein kleines Museum

ehemalige Rinderställe - heute finden hier große Events statt und auch  Weihnachtsmärkte

Gebäude der Gutsverwaltung mit Hochzeitszimmer u. Standesamt. Im Hintergrund das ehem. Logierhaus. Wie wir unlängst im August 2017 erfahren haben, muss das alte Logierhaus (heute Hotel) wegen Wasserschäden entweder saniert oder abgerissen werden

Kornspeicher - die Ausbauarbeiten dauern  noch an

Kornspeicher und Brennerei - auf dem Schornstein ist ein Storchennest aufgesetzt  - Störche haben wir noch nie gesehen

Brennerei

Brennerei und Seeterrassen (rechts)

das erste Bio-zertifizierte Hotel Brandenburg

vor einiger Zeit soll über den Bau einer Badestelle am See verhandelt worden sein - Naturschützer sind dagegen,  wir auch

im Innenhof des Landgutes

Auf diesen Tafeln ist die Geschichte des Landgutes dargestellt, insbesondere die des Kreisauer Kreises...

 

(Text nach eigenen Notizen unserer vielen Besuche und Teilnahme an Führungen mit Herrn Stober)


Einige Daten zur Entwicklung des Landgutes

1942/43 ist das Landgut Treffpunkt für Widerstandsgruppen

1945 nach Kriegsende nimmt das Landgut Flüchtlinge auf

1947 brennte der Dachstuhl des Schlosses ab - der Abriss folgt.

Nach der Bodenreform wird das Landgut Sitz der LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft), Das Logierhaus wird Arztstation und Kindergarten.

- Nach der politischen Wende und Wiedervereinigung (1990) droht der Verfall vieler Gebäude,

- doch das Landgut findet einen Retter , es wird saniert und präsentiert sich heute in alter Pracht. Unser Landrat eröffnete das Juwel preußischer Baukunst am 12. September 2004 


 

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Über den wunderschönen Landschaftspark mit seinen alten Humboldt-Platanen und anderen exotischen Bäumen berichte ich auf meiner Baum-Homepage: klick hier