Mein schönes Havelland
 


Bornim - Feldflur - Persiusturm



Bornim ist ein Stadtteil der Brandenburgischen Hauptstadt Potsdam. Bornstedt und Nedlitz sind angrenzende Orte, an der B 273 gelegen. Bornim wurde erstmals 1264 erwähnt. Besitzer soll eine Familie "de Bornem" gewesen sein. 1375 zählte Bornim zu den größten Dörfern in der Mark Brandenburg.

1912 hat der bekannte Staudenzüchter Karl Förster auf einem 5.000 m² großen Acker den Karl-Förster-Garten angelegt - dieser ist heute noch die Hauptsehenswürdigkeit von Bornim. Hier kaufen wir unsere Gartenstauden. 

Die Bornimer Feldflur (Lindenallee) wollten wir uns schon längst mal angesehen haben. Am 29. April 2017 sind wir trotz des "schlechten" Fotowetters nach Bornim gefahren. Die Geschichte der Bornimer Lindenallee führt in das jahr 1842 zurück...


Lindenallee am Feldrain

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Lindenallee

Zur Geschichte

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. wies in 1842 den Landschaftsarchitekten Peter Josef Lenné an, die Agrarflächen um Bornstedt und Bornim herum zu verschönern. Lenneé setzte den Auftrag um und schuf eine malerische Gutsherrenlandschaft aus Alleen, Schutzhecken, Baumgalerien und Gehölzern. Potsdam hegte den Gedanken, die Feldflur zu bebauen, dieses Ansinnen wurde zur Freude der Naturschützer verworfen. Das Land Brandenburg hat in der Vorbereitung zur BUGA 2001 den Beschluss gefasst, die Feldflur in das Gesamtkonzept einzubinden. Der alte Baumbestand wurde verjüngt, die Lindenallee restauriert, und neue Fuß- und Radwege angelegt.

Ab 1997 wurden 13 km neue Wege angelegt, 1500 Bäume und 3000 Hecken gepflanzt, alte landwirtschaftliche Gebäude, Garagen usw. beseitigt. Man hat auch darauf geachtet, dass keine Strommasten aufgestellt werden.

Mit den folgenden Bildern möchte ich auf die Schönheit dieser Anlage aufmerksam machen

Linden am Feldrand


Lindenallee



Lenneé gestaltete die Feldflur nach wirtschaftlichen Belangen und  ästhetischen Gesichtspunkten. Besonderen Wert legte er auf die Bepflanzung mit Hecken, um die leichten Sandböden vor den Westwinden und damit vor Verwehungen zu schützen. 

Das zentrale Element in der Feldflur war die Schaffung einer Allee aus Linden.

In den Jahren 1945 - bis zu Beginn der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in 1998 blieben Pflegemaßnahmen aus - die Bäume befanden sich in einem schlechten Zustand. 240 Linden wurden nachgepflanzt 

Texttafeln an der Lindenallee...

  diese waren  jedoch so sehr beschmiert, dass ich mich entschlossen habe, diese Informationen teilweise als Bildunterschriften wiederzugeben.

 






Die folgenden Bilder zeigen m.E. sehr deutlich, dass fachgerechte pflegerische Maßnahmen (z.B. Kronenschnitt) den Baum zu neuer Schönheit verhelfen 

Spaziergang durch die Lindenallee


Kastanie




Lindenallee


Antennenfeld - im Hintergrund das Institut für Landtechnik

Auf dem 65 ha großen Gelände befindet sich auch das Antennenfeld des Leibnitz-Instituts für Astrophysik. Hier werden Radiosignal aus dem Kosmos empfangen und ausgewertet: Sonnenforschung, Sternenphysik, Einfluss der Sonnenaktivität auf unsere Erde usw.

Persiusturm auf dem Gelände der Feldflur

 Persiusturm am Institut für Landtechnik

Der Turm ist heute das letzte erhaltene Zeugnis der ehemaligen Gutshofanlage: Wohnhaus, Pergola, Loggia, Amtshaus mit Turm.

Der Turm mit seinem sparsamen Bauschmuck ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im oberen Teil des Turmes befinden sich heute elektrische Sendeanlagen.

Beschreibung

• Höhe mit Spitze 22 m

• Grundriss Quadratisch 3,15 x 3,14 m

• umbauter Raum 200 m³

• Ziegelsteine in rot, gelblich, teilweise mit schwarzem Fugenstrich

• Jede Geschossebene besitzt schießscharten- artige  Maueröffnungen


Institut für Landtechnik

 Institut für Landtechnik gegenüber dem Persiusturm - der urm diente bis 1990 der Unterbringung von Feuerwehrschläuchen

1953 wurde das "Institut für Landtechnik" errichtet - die bis dato verbliebenen Gutsgebäude wurden abgerissen

Persiusturm und rechts im Bild Institut für Landtechnik

am Rande der Feldflur

Informationen in "Stein" geschrieben...


 Inzwischen hat sich das Institut mit modernen Bauten und neuen Forschungsmethoden auf dem Gebiet der Argrarwissenschaften erweitert ...

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